Paul Laurence Dunbar

We Wear the Mask

We wear the mask that grins and lies,
It hides our cheeks and shades our eyes,—
This debt we pay to human guile;
With torn and bleeding hearts we smile,
And mouth with myriad subtleties.

Why should the world be over-wise,
In counting all our tears and sighs?
Nay, let them only see us, while
We wear the mask.

We smile, but, O great Christ, our cries
To thee from tortured souls arise.
We sing, but oh the clay is vile
Beneath our feet, and long the mile;
But let the world dream other-wise,
We wear the mask!



Paul Laurence Dunbar

Wir tragen die Maske

Wir tragen die Maske, die grinst und lügt,
Sie versteckt unsere Wangen und beschattet unsere Augen, -
Diese Schuld bezahlen wir der Tücke des Menschen;
Mit zerrissenen und blutenden Herzen lächeln wir
Und sprechen in Millionen Umschreibungen.

Warum soll die Welt übergescheit sein
Beim Zählen all unserer Tränen und Seufzer?
Nein, erlaube ihr nur, uns zu sehen, wenn
Wir die Maske tragen.

Wir lächeln, aber, oh großer Christus, unsere Schreie
Steigen zu Dir aus gemarterten Seelen.
Wir singen, aber, ach, die Erde [wörtlich: der Lehm] ist widerlich
Unter unseren Füßen, und lang ist die Meile*;
Doch laß die Welt etwas Anderes träumen,
Wir tragen die Maske!


* "Lang ist die Meile", diese (im Englischen) unmittelbar das Herz ansprechende, enorm ausdrucksvolle und dichterische Phrase, wird manchmal als Hinweis auf die "Underground Railroad" gedeutet: Jener lange, anstrengende und gefährliche Weg zu den Nordstaaten und Kanada, der vielen entkommenen Sklaven die Flucht aus dem Süden und damit in die "Freiheit" ermöglichte.


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