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Robinson Jeffers:
Science
Man, introverted man,
having crossed
In passage and but a little with the
nature of things this latter century
Has begot giants;
but being taken up
Like a maniac with self-love
and inward conflicts
cannot manage his hybrids.
Being used to deal
with edgeless dreams,
Now he's bred knives on nature
turns them also inward:
they have thirsty points though.
His mind forebodes
his own destruction;
Actaeon who saw the goddess
naked among leaves
and his hounds tore him.
A little knowledge,
a pebble from the shingle,
A drop from the oceans:
who would have dreamed
this infinitely little
too much?
What I told my German readers on the right side? Ah, not much. Apologies for the left-justified and indented format.
And, oh yes, something that might actually be of interest to you: I speculated that the passage "a pebble from the shingle, a drop from the oceans" might be a homage to Matthew Arnold's Dover Beach, particularly because of the ambiguous term "shingle".
But, then, I really don't know. And who gives a damn when Homo sapiens is at (the) stake?
Ah, that reminds me. I also told my Teutonic Friends on the Right about the Last of Days, the Twilight of the Gods. But you won't have to jump through the Ring for it. I mentioned a current hypothesis about the inevitably early death of planetary life forms that, like us, are self-aware and full of faith in scientific research. Their search for god will do them in.
Which, come to think, wouldn't be such a bad idea. Beats the Eternal Suburb any old time. And if - as the Gnostics believed and still do - that our Creator God is the jealous and vengeful Demiurge (thanks, Master Plato!), this may not be the worst of all doomed worlds. "Whom the Gods (i.e., in Gnostic terms, Truth et Aliis) love, they let die young."
But don't let me bitch on. Carmelized [sic] Robinson has bitched enough!
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Robinson Jeffers:
Naturwissenschaft
Mensch, der innengewendete Mensch,
der übersprungen
Die Schwelle und mit nur kleinwenig Sein
der Dinge im letzten Jahrhundert,
Hat Riesen gezeugt;
und doch, von sich selber erfüllt,
Und irre von Liebe zum Selbst
und innengewandten Konflikten,
kann die Hybride nicht halten.
Gewohnt den Gebrauch
der grenzlosen Träume,
Nun, da er Messer gezüchtet wider Natur,
wendet er sie auch nach innen:
doch ihre Spitzen sind durstig.
Sein Hirn sagt vorher
seine eig'ne Zerstörung;
Actaeon, der zwischen Blättern
nackt sah die Göttin und
den seine Hunde zerrissen.
Ein bißchen vom Wissen, ein Steinchen
vom Stein in der Brandung,
Ein Tropfen vom Meer:
wer hätte gewagt es zu träumen,
daß ein so unendliches Kleines
zu groß sei?
Ich muß mich für's Format entschuldigen. Die Zeilenlänge sprengt die Form. Nicht Kunst, aber Kunst des Möglichen: Die Einrückung. Auch wenn mich das an Unschönes erinnert...
Normalerweise pflege ich ja Gedichte vorsichtig in die Mitte des Netzes zu legen. Damit es nicht reißt.
Nein, ehrlich: Für mich müssen Gedichte funkeln wie geschliffene Edelsteine. Und Edelsteine haben nun einmal Symmetrieebenen. Und die brauchen eine symmetrische Fassung. So, jetzt wissen Sie's. Und was ich im Drucke als manieriert und gespreizt ansähe, macht mich am Bildschirm glücklich. Und hoffentlich auch Sie. Denn wenn zu viele Neugierige zur schöneren Seite laufen, kentert das Boot - und so was schaut nie schön aus.
Aber hier ging's halt nicht anders. Hoffen wir auf das Beste. Und wenn nicht, dann zumindestens auf eine E-Mail
, die mir Bekehrung nahelegt. Es wäre nicht die erste...
Übrigens (aber so sicher weiß ich das auch nicht): Die Wendungen "a pebble from the shingle, a drop from the oceans" erinnern mich an Matthew Arnold's Dover Beach, mit seiner (hochzeitsreislichen) Klage, daß der Gürtel des Glaubens um die Welt zer- und das Zeitalter der Technik angebrochen sei. Zumindestens Jeffers' eigen- und vielleicht auch zweisinniger Gebrauch von "shingle" deutet auf solch eine Homage.
Aber all das, como sempre, spielt keine Rolle gegen die beängstigende Wahrheit des Gedichts. Und das Wissen daß wir, auf Grund unserer Menschennatur, den Weg weitergehen müssen. Bis zum letzten Witz der Wissenschaft: Wenn wir als vielleicht einzige "menschliche" Spezies im Universum auf Grund unserer "menschlichen" Attribute uns selber vernichten...
Anmerkung: Nach heute "wissenschaftlichem" Denken - und dieses Denken ändert sich dauernd, oder Wissenschaft wäre nicht Wissenschaft - ist es einigermaßen "wahrscheinlich", daß sich der Mensch im Verlauf des nächsten Jahrhunderts selbst ausrotten wird. So wie der Mensch "wahrscheinlich" viele "menschliche"
Geschwister im All hatte, die sich mit Hilfe ihrer naturwissenschaftlichen Experimente und daher Einsichten und daher neuen Experimenten alle nach kurzer Dauer - Homo sapiens ist ja schließlich kaum 100.000 Jahre alt - selber vernichteten.
Woher ich das weiß? Nun, würden nicht die noch existierenden Millionen-Jahre-alten Kulturen - deren viel weiter fortgeschrittene Meisterung der Naturgesetze es ihnen leicht erlaubte - ihre Brüder und Schwestern auf Terra wissen lassen, wo's lang geht? Und haben wir auch nur einen Muckser von einem der Milliarden bewohnbaren Planeten da draußen gehört?
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